Neugestaltung der Studienordnung beschlossen

fsr-admin Fakultätsrat, Politik, Studium 2 Comments

Der Fakultätsrat hat am 3.2.2016 einstimmig die Umsetzung einer umfassenden Studiengangsreform beschlossen. Jetzt folgt die Ausarbeitung der konkreten Ordnungen und die erneute Beschlussfassung. Bis zum Inkrafttreten wird es folglich noch etwas dauern.

Die Reform wurde in einem mehrere Jahre dauernden Prozess von der Fachschaft und den ProfessorInnen zusammen erarbeitet. Die Vollversammlung der Jura-Studierenden hatte Anfang Januar fast einstimmig der Umgestaltung zugestimmt. Im folgenden stellen wir die Änderungen des Systems dar:

Das wird sich ändern:

I. Zwischenprüfung und Große Übung

1. Neugestaltung des Systems der Zwischenprüfung

a) Zivilrecht: Für das Bestehen der Zwischenprüfung im Zivilrecht soll künftig das Bestehen einer Haus- arbeit und das Erzielen von mindestens 12 Punkten aus mindestens zwei bestandenen Klausuren aus unterschiedlichen Fächern erforderlich sein, wobei eine bestandene Klausur aus dem Fach „Sachenrecht“ eingebracht werden muss. Folgende Klausuren sollen für die Zwischenprüfung angeboten werden:

1. Semester: Grundkurs BGB I und Grundkurs BGB II (bilden einen „Block“)

2. Semester: Grundkurs BGB III und Grundkurs BGB IV (bilden einen „Block“)

3. Semester: Sachenrecht I und Sachenrecht II (bilden einen „Block“)

4. Semester: Zusatzklausur Sachenrecht I und Zusatzklausur Sachenrecht II (am Ende der Vorlesungszeit mit vorbereitender Arbeitsgemeinschaft im vierten Fachsemester) sowie Wiederholungsmöglichkeiten im Grundkurs BGB III und Grundkurs BGB IV (2. Semester).

 b) Strafrecht: Für das Bestehen der Zwischenprüfung im Strafrecht soll künftig das Bestehen einer Hausarbeit und das Erzielen von mindestens 12 Punkten aus mindestens zwei bestandenen Klausuren aus unterschiedlichen Fächern erforderlich sein. Folgende Klausuren sollen für die Zwischenprüfung angeboten werden:

1. Semester: Grundkurs Strafrecht I und Zusatzklausur Strafrecht I

2. Semester: Grundkurs Strafrecht II und Zusatzklausur Strafecht II

3. Semester: Grundkurs Strafrecht III und Zusatzklausur Strafrecht III

4. Semester: Wiederholungsmöglichkeiten Grundkurs Strafrecht II und Zusatzklausur Strafrecht II (2. Semester)

Damit verbunden ist die Einführung eines neuen Grundkurssystems im Strafrecht:

1. Semester: Grundkurs Strafrecht I mit Inhalten aus Strafrecht AT und BT (Umfang von 4 Semesterwochenstunden)

2. Semester: Grundkurs Strafrecht II mit Inhalten aus Strafrecht AT und BT (Umfang von 4 Semesterwochenstunden)

3. Semester: Grundkurs Strafrecht III mit Inhalten aus Strafrecht BT (Umfang von 2 Semes-terwochenstunden)

4. Semester: Übung für Fortgeschrittene im Strafrecht (Umfang von 2 Semesterwochen-stunden)

c) Öffentliches Recht: Für das Bestehen der Zwischenprüfung im Öffentlichen Recht soll künftig das Bestehen von mindestens zwei Klausuren mit insgesamt mindestens 12 Punkten aus unterschiedlichen Fächern des Öffentlichen Rechts erforderlich sein, wobei eine bestandene Klausur aus dem Fach „Ver-fassungsrecht“ eingebracht werden muss. Folgende Klausuren sollen für die Zwischenprüfung angeboten werden:

1. Semester: Verfassungsrecht I

2. Semester: Verfassungsrecht II

3. Semester: Verwaltungsrecht AT und Europarecht I sowie Wiederholungsmöglichkeit Verfassungsrecht I (1. Semester)

4. Semester: Verwaltungsrecht BT und Europarecht II sowie Wiederholungsmöglichkeit Verfassungsrecht II (2. Semester).

Die Zwischenprüfungshausarbeit im Öffentlichen Recht soll entfallen.

Für alle drei Rechtsgebiete sollen die Zusatzklausuren sowie die Wiederholungsmöglichkeiten in der Zwischenprüfungsordnung abgebildet werden.

2. Neugestaltung der Fortgeschrittenenübungen 

Zum Bestehen der Fortgeschrittenenübungen soll künftig erforderlich sein:

a) Zivilrecht: Bestehen von einer Hausarbeit und zwei Klausuren

b) Öffentl. Recht: Bestehen von einer Hausarbeit und zwei Klausuren

c) Strafrecht: Bestehen von zwei Klausuren.

Hausarbeits- und Klausurleistungen sollen künftig zeitlich voneinander „entkoppelt“ werden, d.h. Haus-arbeit einerseits und Klausuren andererseits müssen nicht mehr in demselben Semester bestanden wer-den. Die beiden Klausuren müssen nach wie vor in demselben Semester bestanden werden. Für das Bestehen der Einzelleistungen gilt insgesamt eine absolute Obergrenze von nicht unter 5 Jahren („Non-sens-Grenze“).

II. Weitere Neugestaltung der Zwischenprüfung im Öffentlichen Recht 

1. Die Vorlesung Verfassungsrecht I (Staatsorganisationsrecht) soll künftig im 2. Semester, die Vorlesung Verfassungsrecht II (Grundrechte) soll künftig im 1. Semester angeboten werden. Ggf. Folgeänderung: Verschiebung der Vorlesung Verfassungsgesichte in das 2. Semester.

2. Begleitend zu den Vorlesungen im Verwaltungsrecht BT sollen künftig im 4. Semester Arbeitsgemein-schaften angeboten werden.

III. Einführung einer zusätzlichen Veranstaltung zur Juristischen Methodik 

Es wird vorgeschlagen, keine zusätzliche Vorlesung zur Juristischen Methodenlehre einzuführen, son-dern im Rahmen von JurService im 1. Semester eine fallorientierte Veranstaltung „Juristische Methodik“ anzubieten. Der genaue Inhalt der Veranstaltung soll von JurService und der Fachschaft gemeinsam erarbeitet werden.

Stud. Vorschlag

Vorher/Nachher

1

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3

Comments 2

  1. Gilt das schon für die Studenten in den 3. und 5. Semestern, die ihre Zwischenprüfung schon abgeschlossen haben?

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