Wir unterstützen das Bildungsstreik-Bündnis 2014

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Der Fachschaftsrat Jura hat beschlossen, das #bildungsstreik2014-Bündnis, dessen Aufruf und die damit verbundenen Forderungen zu unterstützen. Den Aufruf könnt ihr hier lesen:

Her mit einem diskriminierungsfreien Bildungssystem!

Vom 17. bis zum 22. November findet weltweit die Aktionswoche „We are Students NOT Customers“ statt. Initiiert vom „International Student Movement“ (ISM) werden in dieser Woche global Schüler_innen und Studierende gegen Diskriminierung und für einen freien Zugang zu Bildung Aktionen starten.

Gute Bildung: International und lokal

Denn unserer Meinung nach ist der Kampf für ein Bildungssystem, welches allen Menschen, ungeachtet ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, oder ihres Geschlechts offen steht und den freien Zugang zur Bildung gewährleistet, international möglich und überall nötig. Dementsprechend wollen wir diese Aktionswoche nutzen, um unseren Unmut über die Missstände im Bildungssystem kundzutun und auf unsere spezifischen Probleme in Niedersachsen und Hannover aufmerksam zu machen.

Konkurrenz und Selektion im Bildungssystem sind nicht in unserem Interesse!

Das Bildungssystem ist als solches bereits auf Selektion und Konkurrenz ausgelegt – Bildungsgebühren, Noten, Leistungspunkte steigern dabei noch den Druck, der insbesondere auf Schüler_innen, Studierenden und Auszubildenden, aber auch auf Eltern und Lehrenden lastet.

Jegliche Gebühren für die Wahrnehmung von Bildungsangeboten müssen umgehend abgeschafft werden, die Lernmittelfreiheit muss umfänglich umgesetzt werden. Die Möglichkeit zur Aufnahme eines Studiums darf nicht weiter von der sozialen Herkunft abhängen. Das dreigliedrige Schulsystem lehnen wir ab. Bildung muss sich an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Menschen orientieren und darf nicht auf die Ausbildung wirtschaftlich nützlicher Fähigkeiten reduziert werden.

Bildung soll Menschen dazu befähigen, die Gesellschaft in der sie leben zu verstehen und gemeinsam zu gestalten. Bildung muss allen offen stehen und selbstbestimmt nach individuellen Interessen möglich sein.
Selektions- und Konkurrenzmechanismen müssen schon im Schulsystem abgeschafft werden. Noten in Schule und Studium stellen Barrieren dar und sind ein Instrument, mit dem die vermeintliche Leistungsfähigkeit von Schüler_innen, Studierenden und Auszubildenden bewertet wird. Die Konsequenz kann daher nur die Abschaffung des Notensystems sein.

Radikale Demokratisierung des Bildungssystems, sofort!

Alle Bildungseinrichtungen müssen demokratisiert werden, damit sie nach den Bedürfnissen der Betroffenen eingerichtet werden können!

An den Hochschulen müssen allgemeine und gleiche Wahlen für die beschlussfassenden Gremien wie den Senat eingeführt werden, um die verkrusteten Strukturen aufzubrechen. Schüler_innen müssen in den Schulvorständen mehr Einfluss erhalten, dazu ist eine paritätische Besetzung dieses Gremiums nötig.

Gegen (hohe) Mieten!

Nach wie vor sind knapper Wohnraum und steigende Mieten Probleme, die viele Menschen, insbesondere Schüler_innen und Studierende, betreffen. Besserung scheint nicht in Sicht. Im Gegenteil: die Umstrukturierung ehemals günstiger Wohnquartiere nach marktorientierten Kriterien verschärft die Situation weiterhin. Die Umwandlung von Miet- zu Eigentumswohnungen sowie die ansteigenden Quadratmeterpreise auf dem Mietwohnmarkt ziehen für viele Menschen Probleme bei der Wohnungssuche nach sich. Mietpreissteigerungen und soziale Verdrängungen sind im gesamten Stadtgebiet Hannover zu verzeichnen. Wir wollen, dass das aufhört.

Studentenwerk ausfinanzieren!

Das Studentenwerk ist ein essentieller Bestandteil des studentischen Lebens, leidet aber unter chronischer Unterfinanzierung. Die BAföG-Sachbearbeiter_innenstellen sind unterbesetzt, die Mensen müssen dringend saniert werden und die vorhandenen Wohnheimplätze können nicht ansatzweise den Bedarf decken. Eine erneute Erhöhung des Studierendenbeitrags und die damit verbundene Wiedereinführung der Studiengebühren durch die Hintertür lehnen wir ab!

BAföG für alle!

Um allen Menschen Bildung zu ermöglichen, ist ein elternunabhängiges BAföG für alle unabdingbar. In Anbetracht der stetig ansteigenden Lebenshaltungskosten muss dieses deutlich angehoben werden. Die zuletzt angekündigten Erhöhungen wirken jedoch nicht einmal inflationsbereinigend.

Sei dabei, mach mit, bring dich ein!

Mach die Aktionswoche auch in Hannover zum Erfolg! Beteilige dich an den vielfältigen Aktionen vor Ort! Bringe selbst deine Vorschläge und Ideen ein! Informationen zu den geplanten Aktionen findest du unter geshannover.blogsport.de

Bis zur Aktionswoche finden regelmäßige Treffen des Bildungsstreiks-Bündnisses statt, die Termine findest du ebenfalls im Blog.

#bildungsstreik14

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