Wir fordern gerechte Korrekturen bei Klausuren und Hausarbeiten!

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Die Studienkommission der Juristischen Fakultät Hannover hat, auf Antrag der Fachschaft, beschlossen, dass endlich einheitliche Korrekturmaßstäbe für Hausarbeiten und Klausuren kommen sollen. Diese werden zunächst vom Studiendekanat im Auftrag der Studienkommission ausgearbeitet, dann im Fachschaftsrat zur Diskussion gestellt und schließlich in einer weiteren Sitzung beschlossen werden.

Die Problematik von teilweise sehr ungerechten und wenig nachvollziehbaren Korrekturen ist seit Jahren ein Dauerthema in der Fachschaft. Hierzu hatte der Fachschaftsrat kürzlich folgende Position beschlossen:

„In letzter Zeit häufen sich Beschwerden von Studierenden und Korrekturassistenten/innen, dass Bewertungen von Klausuren und Hausarbeiten oft sehr unterschiedlich ausfallen. Dies beginnt bei der Ausführlichkeit der Korrektur. Diese reichen von keiner einzigen Randbemerkung und ein bis zwei handschriftlichen Sätzen am Ende der Klausur, die die Punktzahl enthalten, bis hin zu zweiseitigen getippten Voten. Des Weiteren gibt es eine Diskrepanz zwischen den Bewertungen verschiedener Korrekturassistenten, da es oftmals keine genauen Bewertungsvorgaben gibt. Bei vergleichbarer Bearbeitung der Klausur werden zwei völlig verschiedene Punktzahlen von zwei Korrekturassistenten vergeben. Dieses Problem wurde sogar von einem/einer Professor/in zugegeben.

Sofern im Nachgang einer Klausur keine Lösungsskizze oder eine PowerPoint Präsentation mit der Lösung bereitgestellt wird, fällt es den Studierenden schwer ihre Fehler genau zu erkennen bzw. die richtige Lösung nachzuvollziehen. Ebenfalls erschwert das Fehlen von Lösungshinweisen das Schreiben einer Remonstration.

Die Studienkommission möge beschließen:

Wir wünschen in Zusammenarbeit mit der Fakultät die Einführung von einheitlichen Vorgaben der Professor/innen für die Korrekturassistenten/innen, z.B. eine Tabelle, in denen einzelne Klausuraspekte mit der dafür zu vergebenen Punktzahl aufgeführt sind, einzuführen. Die Einhaltung dieser Maßstäbe sollten selbstverständlich regelmäßig durch die Professor/innen kontrolliert werden.

Zudem wäre es wünschenswert, die Vorgehensweise bei der Bearbeitung von Remonstrationen zu überdenken. Derzeit gehen die Remonstrationen regelmäßig zurück an die ursprünglichen Korrekturassistenten/innen, welche ein neues Votum formulieren, das nur noch von dem/der Professor/in unterschrieben wird. Bei diesem Verfahren ist die Wahrscheinlichkeit, dass der/die Korrekturasisstent/in zu einem anderen Ergebnis kommt, nicht so sehr gegeben, als wenn eine zweite Person darüber schaut und der/die Professor/in ein eigenes Votum schreibt.“

Dieser Beschluss in der Studienkommission ist ein wichtiger erster Schritt zu gerechteren und transparenteren Korrekturen bei Klausuren und Hausarbeiten. Wir bleiben für Euch an dem Thema dran, bis es einheitliche Vorgaben für alle Korrekturassistent*innen gibt.

Diplomierung des 1. juristischen Staatsexamens wurde abgeschafft

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Im Zuge der Novellierung des niedersächsischen Hochschulrechts wurde auch § 8 NHG einer Änderung unterzogen. So lautet § 8 in seiner neuen Fassung:

§ 8

Inländische Grade

(1) Aufgrund einer Hochschulprüfung, mit der ein erster berufsqualifizierender Abschluss erworben wird, verleiht die Hochschule einen Bachelorgrad. Aufgrund einer Hochschulprüfung, mit der ein weiterer berufsqualifizierender Abschluss erworben wird, verleiht die Hochschule einen Mastergrad.
(2) (…)
(3) Die Hochschulen können Hochschulgrade nach den Absätzen 1 und 2 auch aufgrund von staatlichen oder kirchlichen Prüfungen verleihen, wenn der Studiengang mit einer solchen Prüfung abgeschlossen wird.

Diese Neufassung sorgte vor allem bei den Jurastudierenden für Verwunderung, war doch bisher der mit dem 1. Staatsexamen verbundene Abschluss das Diplom.

Auf Nachfrage eines Mitgliedes des Fachschaftsrates Hannover erreichte uns vor kurzem diese offizielle Stellungnahme seitens des Ministeriums

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Sehr geehrter Herr …,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 15.03.2016, die ich gerne beantworte. Die Niedersächsische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Bologna-Prozess, im Rahmen dessen sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union auf einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum mit europaweit vergleichbaren Studienangeboten geeinigt haben, zum Erfolg zu führen.

Mit dem „Gesetz zur Stärkung der Beteiligungskultur innerhalb der Hochschulen“ vom 15. Dezember 2015 wurde das Niedersächsische Hochschulgesetz (NHG) unter anderem insoweit geändert, dass die Verleihung von Diplomgraden nur noch in der Übergangsregelung des § 72 Abs. 3 NHG und zwar für bestehende Diplomstudiengänge vorgesehen ist. Bei dem Studium der Rechtswissenschaften handelt es sich allerdings nicht um einen Diplomstudiengang, sondern um einen Studiengang, der mit einem Staatsexamen abschließt. Dieser Studiengang ist von der Übergangsregelung nicht erfasst. Eine solche Übergangsregelung ist auch in Zukunft nicht vorgesehen.

Die Rechtsänderung in § 8 NHG entspricht der fortgeschrittenen Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge im Rahmen des Bologna-Prozesses.

Eine Grundrechtsverletzung aufgrund einer nicht erfolgten Verleihung des Hochschulgrades „Diplom-Jurist“ hat das Bundesverwaltungsgericht verneint. Demnach ist die Aufnahme des Berufs als Jurist etwa in der Wirtschaft nach erfolgreicher erster Staatsprüfung durch das Fehlen der Diplomierung nicht spürbar beeinträchtigt. Der Wunsch nach einem griffigeren Titel als der Berufsbezeichnung „Jurist“ oder prüfungsamtlichen Bezeichnungen wie „Rechtskandidat“ oder „geprüfter Rechtskundiger“ genüge nicht, eine Schutzpflicht nach Art. 12 Abs. 1 GG zu begründen (BVerwG, Urteil vom 22.02.2002, Az.: 6 C 11/01, Rdn. 14, zit. nach juris; bestätigt durch BVerwG, Beschluss vom 06.03.2013, Az.: 6 B 47/12, Rdn. 9, zit. nach juris). Nach dem herkömmlichen Bild des „Volljuristen“ gibt es keinen Bedarf, auf das Bestehen der Ersten juristischen Staatsprüfung und damit den Abschluss eines juristischen Studiums durch Verleihung eines akademischen Titels wie den eines Diploms besonders hinzuweisen (BVerwG, Beschluss vom 08.01.2015, Az.: 6 B 44/14, Rn.9 f. zit. nach juris).

Das Unterbleiben einer Graduierung erschwert die Wahl oder die Ausübung des Berufs auch deshalb nicht unverhältnismäßig weil die Berufszugangssituation in erster Linie – vor allem auch aus Sicht eines Arbeitgebers – nicht von einer Graduierung, sondern von der Qualität der Hochschulausbildung abhängt. Einem Absolventen des Studiums der Rechtswissenschaften ist es in mehrfacher Hinsicht möglich, auch ohne akademische Gradführung seine maßgebliche Qualifikation gegenüber einem potentiellen Arbeitgeber aussagekräftig darzustellen. Das Zeugnis über die erste juristische Prüfung enthält die erreichte Gesamtpunktzahl und Gesamtnote der Prüfung. Ferner weist es die erreichten Endpunktzahlen und Endnoten der Staatsprüfung und der Universitätsprüfung gesondert aus. Darüber hinaus können das „Diploma Supplement“ und für die berufliche Anerkennung im Ausland Bescheinigungen der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) ausgegeben werden (so auch VG Freiburg, Urteile vom 19.06.2013, 1 K 543/12 und 1 K 544/12 n.v.).

Im Hinblick auf den Hochschulgrad des Diplom-Juristen war auch keine Übergangsregelung erforderlich. Hier geht es in Übereinstimmung mit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG, Urteil vom 22.02.2002, a.a.O.) nicht um die Entwertung beruflicher Besitzstände durch eine Neuregelung, die für alle im Beruf Tätigen gilt. Eine Übergangsregelung war auch deshalb nicht erforderlich, weil in den maßgeblichen Kreisen allgemein bekannt ist, dass die Vergabe des Hochschulgrades Diplom-Jurist an den Hochschulen innerhalb des Bundesgebiets nicht einheitlich gehandhabt wird. Ebenfalls ist bekannt, dass die Graduierung nichts über die mit dem erfolgreichen Abschluss des ersten juristischen Staatsexamens erbrachte Leistung aussagt.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim ersten juristischen Staatsexamen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag


Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Referate 21 und 25
Leibnizufer 9
30169 Hannover

Tel.: …
Fax: …
E-Mail: …

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Diese Position ist aus Sicht des FSR Jura nicht haltbar. Eine solche Änderung von § 8 NHG vorzunehmen, ohne dies mit den betroffenen Fakultäten und Studierenden zu kommunizieren ist aus Sicht des FSR Jura ein schwerer Fehler. Daher werden wir uns für die Beibehaltung der Diplomierung des 1. juristischen Staatsexamens einsetzen und hoffen auf ein Entgegenkommen des Ministeriums.

Wir halten Euch über unsere weiteren Schritte auf dem Laufenden.

Gruppenfoto FSR Jura 2016 2017

Neuer FSR 2016/17 hat sich konstituiert

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Endlich ist es soweit! Der neue FSR der Legislaturperiode 2016/17 hat sich bei seiner Sitzung am Mittwoch, den 13. April 2016, konstituiert. Inzwischen sind auch alle neuen Ämter gewählt. Alle Mitglieder des neuen FSR findet ihr hier. Wir freuen uns auf zwei grandiose Semester und viele coole Aktionen mit euch!

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HOW TO HAUSARBEIT

Florian W. Kolb Studium, Veranstaltungen 0 Comments

Viele ErSies stehen jedes Jahr wie der Ochs vorm Berg und wissen nicht, wie eine juristische Hausarbeit anzufertigen ist. Gemeinsam mit JurSERVICE haben wir euch die wichtigsten Aspekte erklärt: Die formalen Anforderungen, das Gliedern und das richtige wissenschaftliche Zitieren. Insbesondere wurde ein Schwerpunkt auf die geltenden Richtlinien gelegt, damit eure erste Hausarbeit auch gelingt. Außerdem wurde auch die (Word-)Vorlage der Fachschaft vorgestellt.

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Neugestaltung der Studienordnung beschlossen

Niclas Stock Fakultätsrat, Politik, Studium 2 Comments

Der Fakultätsrat hat am 3.2.2016 einstimmig die Umsetzung einer umfassenden Studiengangsreform beschlossen. Jetzt folgt die Ausarbeitung der konkreten Ordnungen und die erneute Beschlussfassung. Bis zum Inkrafttreten wird es folglich noch etwas dauern.

Die Reform wurde in einem mehrere Jahre dauernden Prozess von der Fachschaft und den ProfessorInnen zusammen erarbeitet. Die Vollversammlung der Jura-Studierenden hatte Anfang Januar fast einstimmig der Umgestaltung zugestimmt. Im folgenden stellen wir die Änderungen des Systems dar:

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Ergebnisse der Uniwahl 2016

Niclas Stock Politik 0 Comments

Der Fachschaftsrat Jura wurde neu gewählt. Jusos und Unabhängige stellen nun 16 von 21 Sitzen (75% der Stimmen) und haben damit die absolute Mehrheit der Mandate. Die Junge Union HSG erziehlt 4 Sitze und der RCDS erzielt einen Sitz. (*die Ergebnisse basieren auf den vorläufigen Endergebnissen)

Auch der Fakultätsrat geht komplett an die Jusos, die beide studentischen Vertreter_innen stellen werden. Auf die Liste der Jusos entfielen mehr als 86% (+10%) der Stimmen. Im Senat gab es dieses Jahr einige Überraschungen. Die Kritische Liste holte für den Senat mit 53 % der Stimmen beide Sitze der studentischen Vertreter_innen. Die dieses Jahr getrennt antretenden Jusos erreichten beim Senat 21%, die Bunte Liste etwa 15%. Die Wahlbeteiligung hat im Vergleich zu den Vorjahren besonders bei Jura stark abgenommen.

Die neugewählten Gremien werden im April zusammentreten.

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Uniwahl2015

Uniwahl 2016

Niclas Stock Politik 0 Comments

vom 12. bis zum 14. Januar habt ihr wieder die Möglichkeit eure Vertreter*innen für die Gremien der studentischen und akademischen Selbstverwaltung zu wählen. Die Wahl ist am Dienstag und Mittwoch von 9 bis 16 Uhr, am Donnerstag von 9 bis 13 Uhr möglich. Das Wahllokal der Juristischen Fakultät ist im Hörsaalgebäude 1507.

Gewählt werden folgende Gremien:

  • Fachschaftsrat Jura (21 Plätze)
  • Fakultätsrat Jura (2 Studentische Vertreter*innen)
  • Studentischer Rat (29 Plätze)
  • Senat (2 Studentische Vertreter*innen)

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ersiefahrt2015

ErSie-Fahrt nach Karlsruhe und Straßburg 2015

Niclas Stock ErSie-Fahrt, Veranstaltungen 0 Comments

Im November 2015 fuhren 8 Betreuer*innen mit 57 ErSies auf die Erstsemesterfahrt der Fachschaft Jura. Zuerst ging es mit dem Reisebus nach Pforzheim, wo wir nach einer kurzen aber nervenaufreibenden Odyssee die Jugendherberge erreichten.

Nachdem das Gepäck auf die Zimmer gebracht und die Betten bezogen waren, trafen wir uns in dem Gemeinschaftsraum der Herberge und konnten einen gemütlichen Abend mit reichlich erfrischenden Getränken und netten Menschen, die sich langsam besser kennen lernten, verbringen.

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ErSie-Rallye 2015

Florian W. Kolb Veranstaltungen 0 Comments

Auch dieses Jahr hat die Fachschaft für alle Erstsemestertutorien eine ErSie-Rallye über die verschiedenen Campus der Universität veranstaltet. In den Disziplinen Fragen beantworten, Bücher werfen, Limbo tanzen und Trinken haben sich die Tutorien gemessen, um den einzig wahren Sachpreis zu erlangen.
Hier könnt ihr die verschiedenen Tutorien und ihre Verkleidungen bestaunen. Wir gratulieren dem Tutorium 5 herzlich zum heiß begehrten Platz 1 und bedanken uns bei allen ErSies für den ganzen Spaß während der Rallye!

PS: Hat jemand eine Ahnung was Nienburg 0421 heißen soll?

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 1

    Tutorium 1 – Die Schlümpfe

    Erreichte Punktzahl: 63,86%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 2

    Tutorium 2 & 3 – Capt’n Herri

    Erreichte Punktzahl: 48,49%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 4

    Tutorium 4 – Gruppe Schneeprinzessinnen

    Erreichte Punktzahl: 58,10%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 5

    Tutorium 5

    Erreichte Punktzahl: 88,62% (Platz 1)

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 6

    Tutorium 6 – Die Blaubären (wegen Saufen)

    Erreichte Punktzahl: 57,89%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 7

    Tutorium 7 – Safer Sex

    Erreichte Punktzahl: 68,99%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 8

    Tutorium 8 – LAW Bitchezzz…

    Erreichte Punktzahl: 57,88%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 9

    Tutorium 9 – #Arschloch

    Erreichte Punktzahl: 35,85%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 10

    Tutorium 10

    Erreichte Punktzahl: 71,02%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 11

    Tutorium 11 – Die Don Promillos & der Leuchtturm

    Erreichte Punktzahl: 53,90%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 12

    Tutorium 12 – DIE ASSIS

    Erreichte Punktzahl: 83,35%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 13

    Tutorium 13 – Die gelben Säcke

    Erreichte Punktzahl: 75,09%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 14

    Tutorium 14 – Trinktutorium

    Erreichte Punktzahl: 64,74%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 15

    Tutorium 15 – Biergruppe

    Erreichte Punktzahl: 78,46%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 16

    Tutorium 16 – #PanZahKnaKKazZz

    Erreichte Punktzahl: 73,81%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 17

    Tutorium 17 – Wir tanzen für Bier! (WtfB)

    Erreichte Punktzahl: 88,04%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 18

    Tutorium 18 – 12 kleine Jägermeister

    Erreichte Punktzahl: 83,68%

  • ErSie-Rallye 2015: Tutorium 19

    Tutorium 19 – Die Ninjas

    Erreichte Punktzahl: 75,40%